Vanessa Schmidt zur neuen Vorsitzenden gewählt

Veröffentlicht am 27.10.2014 in Ortsverein

Wechsel an der Spitze des SPD-Ortsvereins: Vanessa Schmidt ist die neue Vorsitzende der Freudenstädter Genossen. Die 23-jährige Rechtsanwaltsfachangestellte folgt auf Tobias Frommann, der sich aus beruflichen Gründen vom Amt zurückzog.

Sein Entschluss habe „rein gar nichts mit der Partei zu tun“, stellte der scheidende Vorsitzende klar. „Einmal SPD, immer SPD“, so Frommann. Vielmehr habe sich sein beruflicher Schwerpunkt in den vergangenen Jahren zunehmend von Freudenstadt entfernt. Seinem eigenen Anspruch „wenn du ein Ehrenamt machst, dann machst du es richtig“, könne er so nicht länger gerecht werden, führte der langjährige Vorsitzende aus.

Volle acht Jahre lang hatte Frommann den Kreisverband auf Kurs gehalten. „Eine schöne Zeit“, so seine Bilanz. Und eine Zeit, die Spuren hinterlässt: Unter Frommanns Vorsitz ging der Ortsverein durch eine Phase der Öffnung und Modernisierung. Die Neuaufstellung der Internetpräsenz fällt in seine Amtszeit, ebenso die Einführung des Bürgerpreises und zahllose Besuche bei hiesigen Unternehmen oder in den einzelnen Ortsteilen. „Es war mir immer wichtig, eine glaubhafte, soziale Politik zu machen, Politik mit den Menschen zu machen“, sagt Frommann.

„Du hast die SPD hier vor Ort toll aufgestellt“, lobte Frommanns Vorgänger im Amt des Vorsitzenden, Holger Egger. Kreisvorsitzender Gerhard Gaiser machte deutlich, dass Frommann bei seinem Amtsantritt in „politisch sehr schweren Zeiten“ Verantwortung übernommen habe. Bundespolitische Themen wie die Gesundheits- oder die Steuerreform hätten damals auch die SPD vor Ort zu spalten gedroht, so Gaiser. „Die Ära Tobias Frommann ist eine sehr erfolgreiche. Die SPD ist die dominierende Partei in Freudenstadt, der Motor der Parteienlandschaft hier vor Ort. Die Freudenstädter SPD ist die tragende Säule des Kreisverbandes.“ Frommanns Nachfolgerin Vanessa Schmidt stellte fest: „Eigentlich warst du der Ortsverein.“

Ganz aus der Welt ist Frommann freilich nicht. Er bleibt dem Ortsverein als Beisitzer erhalten. Was auch der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, Eberhard Haug, ausdrücklich begrüßte. Frommann habe „tolle Arbeit geleistet“, so Haug. Und legte sodann die Bilanz seiner Ratsfraktion dar. Die SPD habe das Radwege-, das Mobilfunkvorsorge- und das Sportentwicklungskonzept angestoßen, so Haug. In Sachen Jugendgemeinderat sei der Fraktion hingegen kein Erfolg beschieden gewesen. „Aber wir werden den Antrag wieder stellen. Manchmal dauert es etwas länger, aber man kommt zum Ziel. Irgendwann sind von der CDU so wenige da wie am vergangenen Dienstag, dann geht er durch“, schmunzelte Haug. Das beherrschende Thema der nächsten Monate werde die weitere Entwicklung der Schullandschaft sein, zeigte sich Haug vor dem Hintergrund des vakanten Rektorenpostens der Kepler-Werkrealschule überzeugt. Hier werde sich der Rat wohl zwischen einer Gemeinschaftsschule und einem Schulverbund entscheiden müssen, so der Fraktionsvorsitzende.

(Text: Regina Schwenk, erschienen in Neckar-Chronik 27.10.2014)

 

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