Jusos im Dialog mit der Frauenhilfe Freudenstadt

Veröffentlicht am 20.07.2010 in Jusos in Aktion

Die Jusos im Dialog mit der Frauenhilfe in Freudenstadt

Kreisverband der SPD- Nachwuchsorganisation
fordert eine Vollzeitstelle und nimmt Kommunen in die Pflicht

Kreis Freudenstadt. Der Kreisverband der Jungsozialisten (Jusos) traf sich vergangenen Samstag mit der Frauenhilfe Freudenstadt. Dabei informierten sich die Mitglieder über die vielseitige Arbeit des im Jahr 2007 gegründeten Freudenstädter Vereins und erhielten einen Eindruck von der Beratungsarbeit des Teams.

Die Jusos bekamen vor Ort von den Gründungsmitgliedern Birgit Kluck- Puttendörfer und Martina Kober einen ausführlichen Einblick in die vielseitige Arbeit der Frauenhilfe und zeigten sich betroffen über die Auswirkungen und Folgen von häuslicher Gewalt und psychischer Unterdrückung. „Häusliche Gewalt ist eine Problematik, die man nicht so einfach unter den Teppich kehren kann. Misshandelte Frauen brauchen unbedingt eine seriöse Beratungsmöglichkeit“, meinte der stellvertretende Kreis- Vorsitzende Manuel Thiel.

Zum Zeitpunkt der Vereinsgründung vor 3 Jahren gab es im Kreis Freudenstadt keine Anlaufstelle für von häuslicher Gewalt betroffene Frauen. Freudenstadt sei ein weißer Fleck auf der Landkarte gewesen, wie Martina Kober zu berichten weiß. „Wir sind sehr froh, dass sich mit der Frauenhilfe Freudenstadt endlich jemand dieser wichtigen Thematik bei uns im Kreis angenommen hat. Dies nötigt uns allerhöchsten Respekt und Dankbarkeit ab,’’ findet der Juso- Kreisvorsitzende und SPD- Ortsvereinsvorsitzende Freudenstadts, Tobias
Frommann.

„Die über 400 Beratungsstunden im Jahr 2009 zeigen, dass ein großer Bedarf da ist, auch wenn die Gesellschaft nicht selten die Augen vor der Problematik verschließt“, ist sich auch der stellvertretende Kreisvorsitzende Frank Engelmann sicher.
Die Jungpolitiker werden in nächster Zeit eine Kooperationsveranstaltung mit der Frauenhilfe anstreben. „Die ehrenamtliche Arbeit der Frauenhilfe ist gar nicht hoch genug zu würdigen“, so der Juso- Vertreter im SPD- Kreisvorstand, Lukas Ramsaier.
Die Jusos wollen sich außerdem dafür einsetzen, dass die Frauenhilfe vom Kreistag eine hauptamtliche Stelle zugesichert bekommt. Die Arbeit die die Frauenhilfe leistet, ist nicht mehr alleine durch Ehrenamt zu schaffen. „Der Kreis muss sich darüber klar werden, wie wichtig die Arbeit der Frauenhilfe ist!“, forderte Regina Schwenk aus Dornstetten nach einer
aufschlussreichen Diskussion abschließend.

Lobend äußern sich die Jusos über die Unterstützung der Kreissparkasse und der Stadt Freudenstadt. Sie hätten die Notwendigkeit der Arbeit der Einrichtung erkannt, indem sie Räumlichkeiten zur Verfügung stellten und die Nebenkosten deckten. Allerdings müssten jetzt auch andere Kommunen mitziehen, da die Hilfe suchenden Frauen aus dem ganzen
Landkreis kommen würden, meinte Tobias Frommann.

 

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