
Mitglieder des SPD-Ortsvereins wurden bei ihrem Informationsbesuch in der Neuapostolischen Kirche freundlich empfangen
Sozialdemokraten bleiben mit Freudenstädter Kirchen im Gespräch.

Sozialdemokraten bleiben mit Freudenstädter Kirchen im Gespräch.
Der SPD-Ortsverein setzte seine Reihe fort, zur Adventszeit eine der Kirchen in Freudenstadt zu besuchen und mit deren Vertreter ins Gespräch zu kommen. „Das wird von den Mitgliedern eingefordert“, sagte Ortsvorsitzender Tobias Frommann, als eine stattliche Schar von Sozialdemokraten zu Gast bei der neuapostolischen Kirche in der Schwanenstraße war.
Nach katholischer, evangelischer und evangelisch-methodistischer Kirche war dies das vierte „Kirchengespräch“ und es war ebenso interessant wie die drei voraus gegangenen. Tobias Frommann und Eberhard Haug führten seitens der SPD mit wenigen Worten in das Thema ein. Man wolle sich gegenseitig kennen- und besser kennen lernen und im geselligen Zusammensein gemeinsam die Adventszeit begehen.
Zuvor zeigten Mitglieder der Neuapostolischen Kirche ihr eindrucksvolles Gotteshaus, das rund 1000 Besuchern Platz bietet, dazu die Nebenräume für Versammlungen, Vorbereitung, Kinderkirche und Religionsunterricht. Organist Jörg Schmieder führte auf Wunsch der Gäste die Klangvielfalt der Orgel mit Variationen über ein Weihnachtslied vor.
Die Neuapostolische Kirche in Freudenstadt ist mit 500 Gemeindegliedern die größte von 18 Gemeinden mit insgesamt etwa 2000 Mitgliedern im Landkreis und feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen, so Gemeindevorsteher Markus Haist. Er erläuterte Geschichte, Aufbau und Struktur der örtlichen Gemeinde und der überörtlichen Gliederungen. Rund elf Millionen Gläubige gehören ihr weltweit an. Die Kirche engagiert sich stark in der Mission und im karitativen Einsatz in verschiedenen Kontinenten.
Sie lege, so Markus Haist weiter, großen Wert auf die Jugendarbeit, rund 70 Kinder und Jugendliche werden derzeit in Freudenstadt betreut. Auf Anfrage bedauerte Haist, dass die Neuapostolische Kirche nicht dem örtlichen Arbeitskreis der christlichen Kirchen (ACK) angehöre, obwohl sie dies ausdrücklich wünsche.
Bei vielen Fragen und Antworten und in vielen Gesprächen gab es ausreichend Gelegenheit, Informationsdefizite und sicherlich auch Hemmschwellen abzubauen. Das gipfelte in der Einladung von Gemeindevorsteher Markus Haist: „Kommen Sie doch bei einem Sonntagsgottesdienst einfach zu uns rein und schauen Sie sich alles an…“
Text und Foto: Hannes Kuhnert
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