SPD OV Freudenstadt - Oberes Wolftal

Leni Breymaier im Interview: „Auf die Dauer nicht auf diesem Niveau“

Presse im Wahlkreis


Leni Breymaier: Ich glaube an die Sozialdemokratie

Die designierte Landesvorsitzende der SPD, Leni Breymaier, will für soziale gerechte Politik kämpfen. Beim Parteitag  am 22. Oktober in Stuttgart steht sie zur Wahl.

Frage: Sie waren sieben Jahre stellvertretende Landesvorsitzende der SPD. Jetzt kandidieren Sie für den Vorsitz. Warum?

Leni Breymaier. Weil es in der SPD um die wirklich wichtigen Themen geht. Ich sehe keine Möglichkeit, diese ohne die SPD zu lösen. Außerdem bin ich jetzt 56 Jahre alt. Wenn ich noch einmal etwas anderes machen will in meinem Leben dann jetzt.

Frage: Mit 12,7 Prozent der Stimmen hat die SPD bei den Landtagswahlen im März einen Tiefpunkt erreicht. Oder geht es noch tiefer?

Leni Breymaier: Eine Parteienlandschaft ohne die SPD ist nicht vorstellbar, auf die Dauer auch nicht auf diesem Niveau. Vieles von dem was Grün-Rot geschaffen hat, geht jetzt verloren. Wir brauchen in diesem Land eine starke SPD. Ich gehe zwar persönlich ein hohes Risiko ein, glaube jedoch an die Sozialdemokratie. Die SPD muss über eine lange Strecke soziale Politik machen. Dafür werde ich kämpfen.

Frage: Was werden Sie als neue Landesvorsitzende ändern?

Leni Breymaier: Das was sozial gerecht ist, muss in den Vordergrund gerückt werden. Zum Beispiel: Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum, wir müssen dafür sorgen, dass wir im Alter gut leben können. Das ist keine Frage der älteren sondern eine der jüngeren Generation. Wir müssen die Zukunft der Digitalisierung aktiv gestalten, sonst mündet sie in Massenarbeitslosigkeit. Wir müssen beteiligungsorientierte Politik machen, in der Partei vermitteln, ihre Kompetenzen und ihre Breite nutzen.

Frage: Wird die AfD zur großen Herausforderung Ihrer künftigen Amtszeit?

Leni Breymaier: Wir müssen es schaffen, unsere eigenen Themen zu platzieren. Wenn wir ein Jahr lang über ein Burka-Verbot diskutieren und nicht über unsere eigenen Themen reden, haben wir auch die Bundestagswahl verloren.

Frage: An was soll der Bürger als erstes denken, wenn er die drei Buchstaben SPD liest oder hört?

Leni Breymaier: An Gerechtigkeit, an breite Verantwortung und an  gute Ideen für die aktuellen Herausforderungen.

Frage: Sie sind die einzige Kandidatin für den Landesvorsitz. Stört Sie das?

Leni Breymaier. Ich finde es ok. Wenn es mehr Kandidaten wären, hätten wir einen Mitgliederentscheid, dem hätte ich mich gern gestellt. Mitgliederentscheidungen kann man auch zu Sachthemen herbeiführen.

 

(Bild und Text mit freundlicher Genehmigung von Hannes Kuhnert)

 
 

WebsoziInfo-News

19.10.2017 19:21 Der schwarzen Ampel gehören drei Klientelparteien an
Carsten Schneider im Interview mit der WELT Carsten Schneider, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, erwartet interessengeleitete Politik der Jamaikapartner. Seine Fraktion werde seriöse Oppositionsarbeit leisten – AfD und Linke sieht er im polemischen Überbietungswettbewerb. Das gesamte Interview auf spdfraktion.de

16.10.2017 21:42 Schulen verdienen Unterstützung in ihren Aufgaben
Der IQB-Bildungstrend bescheinigt negative Trends in der Kompetenz der Schüler in den Fächern Deutsch und Mathematik. Ein weiterer Appell an die Bundesregierung, die Länder in ihrer wichtigen Kernkompetenz – der Schulpolitik – zu unterstützen. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert: das Kooperationsverbot muss weg. „Der IQB-Bildungstrend 2016 hat erneut gezeigt, dass Geschlecht, soziale Herkunft und Zuwanderungshintergrund einen Einfluss

16.10.2017 21:40 Niedersachsen-Wahl 2017 „Fulminanter Erfolg“
Drei Wochen nach der Bundestagswahl hat die SPD die Landtagswahl in Niedersachsen spektakulär gewonnen. Die Sozialdemokratie unter Ministerpräsident Stephan Weil legt deutlich zu und wird erstmals seit 1998 wieder stärkste Kraft. Eine Fortsetzung von Rot-Grün ist aber nicht möglich. weiterlesen auf spd.de

11.10.2017 18:27 #SPDerneuern
Wir müssen uns neu aufstellen. Wir müssen uns erneuern. Dazu wollen unsere Mitglieder einbeziehen, damit wir gemeinsam unserer SPD zu neuer Stärke verhelfen. Für den Erneuerungsprozess wollen wir uns Zeit nehmen. Folgendes haben wir vor: In den kommenden Wochen führen wir acht regionale Dialogveranstaltungen in ganz Deutschland durch, zu denen wir alle Mitglieder einladen. Bei diesen acht

09.10.2017 18:28 Martin Schulz – Neustart für die SPD
Wir haben eine schwere Wahlniederlage erlitten und das historisch schlechteste Wahlergebnis der SPD seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland eingefahren. Wir haben die vierte Wahlniederlage in Folge bei einer Bundestagswahl erlebt. Das ist bitter für die gesamte Partei. Das ist bitter für uns alle, die wir als Parteimitglieder oder Unterstützer engagiert gekämpft haben. Und es ist

Ein Service von websozis.info

 

Counter

Besucher:980130
Heute:29
Online:1